Die intelligente Vernetzung bietet Städten und Kommunen immer mehr Vorteile

Vernetzt bis in den Kanal

Es gibt viele Gründe, wieso es sich für Städte und Kommunen lohnt, smarter zu werden. Mit Hilfe von intelligenten Vernetzungslösungen lassen sich Ressourcen wie auch die Umwelt schonen. Das entlastet die Budgets und steigert die Lebensqualität. Was bereits alles möglich ist, zeigt sich beispielsweise bei der Rattenbekämpfung.

Intelligente Technologien können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Lebensqualität in Städten wie auch in kleineren Kommunen zu steigern und gleichzeitig die Umwelt sowie die teils knappen Budgets zu entlasten. Die gilt nicht nur für vieldiskutierte Projekte wie intelligente Parksysteme oder Straßenbeleuchtung, sondern auch für Bereiche, in denen man smarte Technologien zunächst eher nicht vermutet. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist die Rattenbekämpfung mit vernetzten Köderschutzboxen.

Vernetzte Köderschutzboxen sind deutlich effektiver und zudem umweltfreundlicher

Als erster und bislang einziger Hersteller bietet das deutsche Unternehmen ball-b aus Nürnberg eine umfassende Lösung an, die sich sowohl für den oberirdischen als auch für den Einsatz in der Kanalisation eignet. Die einzelnen Boxen lassen sich per Funk auslesen. Je nach Ausführung können Informationen wie die Anzahl der lokalen Rattenbesuche mitunter in Echtzeit zentral über einen PC eingesehen und ausgewertet werden. „Dadurch entfallen zeitaufwendige Kontrollbesuche vor Ort“, erklärt Jürgen Buchstaller, der die patentierte Lösung erfunden hat. Zudem lassen sich aktuelle Ratten-Hotspots umgehend erkennen und bekämpfen. Gleichzeitig wird mit der intelligenten Lösung die Dokumentation etwa der eingesetzten Köder deutlich erleichtert. Auch hier wird wertvolle Zeit gespart, denn die Dokumentation der Giftködereinsätze ist für alle Anwender Plicht.

Die Modelle für den Einsatz im Kanal und in Wassernähe verfügen zusätzlich über einen Mechanismus, der die Box verschließt, sobald der Wasserpegel steigt. „Dadurch wird verhindert, dass die Giftköder im Innern der Box in Kontakt mit Wasser kommen“, erklärt Jürgen Buchstaller. Der unachtsame Umgang mit Rattengiftködern, die für Umwelt und Natur gefährliche Giftstoffe enthalten, war letztlich auch der Anlass, wieso sich Buchstaller vor 10 Jahren an die Entwicklung einer umweltfreundlichen Lösung machte. Mittlerweile ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass die Giftköder unter keinen Umständen in Kontakt mit Wasser kommen dürfen. In Wassernähe führt somit kein Weg an Köderschutzboxen vorbei. Mittlerweile bieten deshalb auch andere Hersteller Köderschutzboxen an. ball-b ist allerdings weiterhin der einzige Anbieter, der eine vernetzte Lösung anbietet für alle Einsatzszenarien.

Statt 4.500 müssen nur noch 120 Schächte beködert werden – mit besseren Resultaten

Durch die kontinuierliche Entwicklungsarbeit und einem nunmehr breiten Angebot an Modellen, bei denen Anwender je nach Bedarf und Einsatzort zwischen verschiedenen Funktechnologien auswählen können, haben Kommunen nun nicht nur die Möglichkeit, die Rattenpopulation schneller und effizienter zu bekämpfen, sondern können auch große Mengen an Giftködern einsparen. Mittlerweile kommen die vernetzten Köderschutzboxen bereits in über 400 Städten und Kommunen in Deutschland zum Einsatz. Als Beispiel nennt Jürgen Buchstaller eine deutsche Stadt mit 49.000 Einwohnern, in der die Rattenpopulation bis zur Einführung der vernetzten Lösung weiter anstieg, obwohl 4.500 Schächte beködert wurden. „Mit den vernetzten Köderschutzboxen müssen jetzt nur noch 120 Schächte beködert werden“, berichtet Buchstaller. Die jährliche eingesetzte Giftmenge wurde so von 900 Kilogramm auf 20 Kilogramm reduziert – und dennoch geht die Rattenpopulation nun erstmals seit Jahren zurück.

Digitalisierung hilft Kommunen – wenn sie sich darauf einlassen

Das Beispiel der vernetzten Köderschutzboxen zeigt, wie Städte und Kommunen die Fortschritte bei der Digitalisierung für sich nutzen können. Wie bei erneuerbaren Energien und anderen fortschrittlichen Lösungen ist es dabei wichtig, sich auf neue Ansätze einzulassen. Dass es sich lohnt, können nicht zuletzt alle Anwender der vernetzten Köderschutzboxen bestätigen. Denn die sparen nicht nur bis zu 95 Prozent an Giftködern ein, sondern freuen sich gemeinsamen mit ihren Bürgerinnen und Bürgern über eine sauberere Umwelt – und weniger Ratten.

> www.ball-b.de